Zeitumstellung Ende Oktober

21.10.2026

Warum manche Menschen tagelang aus dem Takt sind

Warum bin ich heute eigentlich so müde? Nach der Zeitumstellung kennen viele diesen Gedanken nur zu gut. Die Uhr ist schnell umgestellt, der eigene Körper allerdings nicht unbedingt. Während manche ganz normal in den Tag starten, fühlen sich andere müde, unkonzentriert oder nicht richtig im Rhythmus.

Im Apothekenalltag kann das besonders spürbar sein: früh aufstehen, den ganzen Tag auf den Beinen sein, aufmerksam beraten und trotzdem ist der Akku schon am Nachmittag leer. Aber warum kann uns eine einzige Stunde so durcheinanderbringen?

Unsere innere Uhr hat ihren eigenen Rhythmus

Unser Körper richtet sich nicht nur nach der Uhrzeit auf dem Display. Die innere Uhr steuert unter anderem unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Einer ihrer wichtigsten Taktgeber ist das Tageslicht.

Wenn Ende Oktober die Uhren zurückgestellt werden, wird es morgens früher hell und abends früher dunkel. Der veränderte Tagesablauf kann dazu führen, dass wir früher wach werden, abends eher müde sind oder uns vorübergehend weniger konzentriert fühlen. Bis sich die innere Uhr neu eingependelt hat, können einige Tage vergehen.

Für alle, die am HV den ganzen Tag aufmerksam bleiben müssen, sind solche kleinen Veränderungen manchmal erstaunlich deutlich zu merken. Ein paar einfache Impulse können helfen, schneller wieder in den gewohnten Rhythmus zu finden.

1. Vor dem Frühdienst Licht tanken

Tageslicht hilft der inneren Uhr, sich zu orientieren. Deshalb lohnt es sich, morgens möglichst früh nach draußen zu gehen und wenn es nur der Weg zur Apotheke oder eine kurze Runde vor Dienstbeginn ist.

2. Den Schlafrhythmus beibehalten

Am freien Tag möglichst lange ausschlafen? Klingt verlockend, kann die innere Uhr aber zusätzlich durcheinanderbringen. Ähnliche Schlafens- und Aufstehzeiten helfen dabei, wieder einen regelmäßigen Rhythmus zu finden.

3. Die Pause wirklich als Pause nutzen

Wenn das Konzentrationstief am HV kommt, muss es nicht automatisch der nächste Kaffee sein. Ein paar Minuten an der frischen Luft, etwas Bewegung oder eine bewusst verbrachte Pause können helfen, wieder wacher in die zweite Hälfte des Arbeitstages zu starten.

4. Nach Feierabend langsam herunterfahren

Nach einem vollen Tag in der Apotheke läuft der Kopf häufig noch weiter. Weniger helles Licht, weniger Bildschirmzeit und ein wiederkehrendes Abendritual können dem Körper signalisieren, dass der Tag zu Ende geht.

5. Nicht zu viel von sich erwarten

Vielleicht sitzt die Beratung am ersten Montag nach der Zeitumstellung nicht ganz so locker wie sonst oder der Feierabend wird etwas früher eingeläutet. Das ist völlig in Ordnung. Der Körper braucht manchmal ein wenig Zeit, um seinen Rhythmus neu zu sortieren.

Mit kleinen Routinen zurück in den Takt

Die Zeitumstellung lässt sich nicht umgehen, der Übergang aber etwas angenehmer gestalten. Morgendliches Tageslicht, regelmäßige Schlafenszeiten, bewusste Pausen und ein ruhiger Abend helfen dabei, wieder in den eigenen Rhythmus zu finden, damit der Akku auch während eines langen Tages am HV möglichst zuverlässig durchhält.